Bericht ASV I - FC Vorwärts Röslau

Lukas der Vorwärts-Lokomotivführer

 

 

Röslaus Hüne Lukas Zakrzewski wuchtete hier per Kopf den Ball 2:0 ein. Foto: Rainer Cyris

 

Bei herrlichem Spätherbstwetter wurde den zahlreichen Zuschauern von beiden Mannschaften auf der Röslauer „Hut“ ein rassiges Verfolgerduell geboten. Die Platzherren rehabilitierten sich mit diesem verdienten Sieg für ihre jüngste Pleite am Bayreuther Lerchenbühl. Röslau bleibt erster Konkurrent von Spitzenreiter SC Feucht, muss aber auf Pannen der Mittelfranken warten, um wieder selbst die Tabellenführung übernehmen zu können. Einziger Wermutstropfen in der flotten, aber jederzeit fair geführten Auseinandersetzung, war eine klaffende Platzwunde an der Stirn bei Sebastian Hermann, die er sich bei einem Luftduell mit Daniel Bauer zuzog.

Die Oberfranken begannen, von ihren Coach Rüdiger Fuhrmann angestachelt, mit viel Power. Bereits nach drei Minuten hätte Yavuz unter Umständen berühmt werden können, aber ihm versprang das Spielgerät unglücklich. 180 Sekunden danach ein verwirrendes Getümmel im ASV-Strafraum: Die Gäste brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Spörl bedankte sich und netzte flach, haarscharf neben dem Pfosten, zum 1:0 für seine Farben ein. Damit aber noch nicht genug. Vier Minuten später durften die Hausherren schon wieder jubeln. Benker bugsierte einen Freistoß in den Strafraum, Zakrzewski für solche Aktionen prädestiniert, stieg hoch und wuchte das Leder mit dem Kopf in die Maschen des Tabellenvierten. Keeper Stark klebte in dieser Szene auf der Linie und als er reagierte, war er schon geschlagen.

 

Röslau - Veitsbronn

Schon nach zehn Minuten musste der ASV Veitsbronn, hier sinnbildlich Daniel Bauer und Yannik Stutz hinter Florian Spörl, einem 0:2-Rückstand nachlaufen.
Foto: R. Cyris

 

Der Kontrahent, bei ihm agierte Spielertrainer Dietmar Kusnyarik als Spitze, war böse getroffen. Der Röslauer Tempo-Doppelschlag ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung, denn von den Gästen gingen kaum Gefahrenmomente aus. Mit zunehmender Spieldauer fand die ASV-Truppe den Faden. Stutz konnte jedoch ein Missverständnis zwischen Torhüter Blechschmidt und Sieg nicht nutzen. Der Anschlusstreffer entsprang einem abgeprallten Freistoß von Kusnyarik. Dessen genauer Service erreichte den gestarteten Bolz und der versenkte den Ball, sehr zum Ärger von Coach Fuhrmann, per Heber in den Vorwärts-Maschen. „Nicht spielen lassen, früher attackieren“, forderte der Röslauer Trainer. Nach 36 Minuten legte Zakrzewski für Yavuz auf, aber dieser verpasste den Ball um Millimeter und Benker zielte wenig später am oberen Winkel vorbei. Kurz vor dem Seitenwechsel wieder ein Freistoß „Marke Kusnyarik“: Blechschmidt tauchte ins bedrohte Eck und beseitigte die Gefahr. Danach warf sich Smrha in ein Geschoss von Ulrich.

 

Röslau - Veitsbronn

 

Tobias Benker hat Rick Bolz den Ball abgeknöpft, nicht mit fairen Mitteln wie Dietmar Kusnyarik reklamiert.
Foto: R. Cyris

 

 

Die zweiten 45 Minuten begannen mit Röslauer Fahrlässigkeit und einigen Risikoaktionen. Bauer köpfte einen Eckball von Stutz knapp daneben. Nicht nur diese Szene veranlasste Trainer Fuhrmann zu einer Korrektur. „Räume enger machen“, lautete diesmal die Parole. Ein Kopfballduell zwischen Bauer und Hermann, der Einheimische prallte mit der Stirn auf den Hinterkopf des ASV-Akteurs und sank stark blutend auf den Rasen. Mit einem Turban versehen, musste Hermann aus dem Spiel genommen werden.

 

 

Röslau - Veitsbronn

Riesig war der Jubel bei den Röslauern um Matchwinner Zakrzewski nach dem Treffer zum 3:1.
Foto: R. Cyris

 

Das „Sonnenmatch“ im BD-Sensors Sportpark nahm nochmals Fahrt auf. Kampf war auf beiden Seiten Trumpf. Die Gäste wollten den Ausgleich erzwingen, kamen allerdings zu keiner herausgespielten Chance, denn die Vorwärts-Abwehr war an diesem Tag stabil. Nachdem Schlussmann Stark gegen Walther die Oberhand behalten hatte, erreichte die Stimmung ihren Siedepunkt. Es gab Freistoß Höhe Strafraumkante. Zakrzewski nahm Maß und jagte den Ball in die Maschen. „Lukas der Führer der Vorwärts-Dampflok“ wurde von seinen Teamkollegen gebührend gefeiert.                                   

Vorwärts-Trainer Rüdiger Fuhrmann: „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben uns durch einen Doppelschlag den nötigen Vorteil verschafft. Der Gegner hat sich sehr gut geschlagen, aber so zwingend war er auch wieder nicht. Unsere Standards waren wieder heiß, das ist so. Das ganze Training hinsichtlich der Freistöße hat sich gelohnt.“

ASV-Spielertrainer Dietmar Kusnyarik: „Das Spiel war bereits nach einer Viertelstunde entschieden. Beim ersten Gegentreffer ist uns ein schwerer Fehler passiert. Danach lief es bei uns optisch besser. Zwingende Chancen haben wir uns aber nicht erspielt. Die Röslauer Defensive stand sehr gut, das muss man eingestehen. Der Sieg war verdient.“