Bericht ASV I - VfL Frohnlach II

Veitsbronn verliert Anschluss an Feucht

 

Der ASV Veitsbronn um Marco Gräß (in grün) musste in Frohnlach einen Rückstand nachlaufen. Foto: Ultsch

 

Mit einer Leistungssteigerung nach der Pause verdiente sich der ASV Veitsbronn beim Aufsteiger VfL Frohnlach II zumindest noch einen Punktgewinn. Zunächst gaben die Hausherren den Ton an und führten nach einem Treffer von Lukas Werner (9.) früh. Der nach langer Verletzungspause eingewechselte Marco Dimper sicherte dem Kusnyarik-Team das nächste 1:1 nach der Punkteteilung am vergangenen Mittwoch gegen Dergahspor. Damit ist der SC Feucht an der Spitze auf sechs Punkte enteilt.

Im Duell zwischen der selbsternannten „Rasselbande“ aus Frohnlach und dem Tabellenzweiten aus Veitsbronn dauerte es bis zur 9. Minute, ehe Scheler erstmals einen langen Ball aufnehmen und alleine auf das Gäste-Gehäuse zulaufen konnte. Zunächst scheiterte er jedoch mit seinem Abschluss am aufmerksamen ASV-Schlussmann Goßler, aber gegen den folgenden Nachschuss war die Nummer eins der Mittelfranken dann machtlos und so traf Lukas Werner zur frühen Führung der jungen Wilden des VfL. Gleich im nächsten Angriff brach wiederum Schülein alleine durch, aber mit seinem Schussversuch aus 20 Metern scheiterte er am herauslaufenden Gäste-Keeper. Die hoch gehandelten Vorjahresaufsteiger suchten daraufhin lange nach einer Lücke in der stabilen VfL-Defensive, die sich auch nach 23 Zeigerumdrehungen in Form eines Ballverlustes des Frohnlachers Schöpf auftat. ASV-Spielertrainer Kusnyarik kam so in Folge einer Kombination über mehrere Stationen auch erstmals zum Abschluss, jedoch verfehlte sein Schussversuch das von Edemodu gehütete Tor doch um einige Zentimeter. Gefahr dann erneut auf der anderen Seite, als VfL-Goalgetter Graf einen Querpass der Gäste-Defensive erlief und Schülein schön freispielte, der mit seinem direkt folgenden Schuss aus 20 Metern wiederum an ASV-Schlussmann Goßler scheiterte. Auch wenig später gab es wieder Aufregung vor dem Veitsbronner Kasten, nachdem Scheler nach einem Ballverlust in den Strafraum eindrang, aber sein Rückpass von der ASV-Verteidigung in höchster Not geklärt werden konnte. Während der erste Verfolger des Primus aus Feucht bis dato doch etwas enttäuschte, hätte die von Oliver Müller gecoachte Bayernliga-Reserve bei konsequenterer Chancenverwertung sogar schon höher in Front liegen können.

 

 

Frohnlach II - Veitsbronn

Tim Rebhan (am Ball) lag mit seinen Frohnlachern zur Pause verdient in Führung, verpasste dabei aber schon vorzeitig das Spiel zu entscheiden.
Foto: Ultsch

 

Zum zweiten Abschnitt kamen die Mannen aus dem Landkreis Fürth daraufhin auch folgerichtig mit mehr Elan und vor allem deutlich mehr Zug zum Tor aus der Kabine. Die erste Chance bot sich so auch dem kurz zuvor eingewechselten Dimper, dessen Fernschuss knapp über den Querbalken strich (47.). Dieses Strohfeuer erlosch jedoch schnell und so gehörte die nächste Möglichkeit wieder den Youngstern des VfL. Auf Vorarbeit von Scheler ließ Graf diese aber fahrlässig liegen, so dass die Kicker vom Hamesbuck nach 64 Minuten ausgleichen konnten. Eine weite Flanke von Müller erreichte Stutz, dessen Querpass Dimper an Edemodu vorbei ins VfL-Gehäuse schob. Dieser Treffer gab den Gästen spürbar Auftrieb und so bot sich Landauer nach 71 Zeigerumdrehungen die nächste Großchance. Von Stutz steil geschickt, verzog er allein vor VfL-Keeper Edemodu nur knapp. Auch beim folgenden Schuss von Müller, wiederum auf Stutz-Flanke, fehlte nicht viel.

 

Frohnlach II - Veitsbronn

Ein unterm Strich leistungsrechtes Remis gab es für den ASV Veitsbronn um Spielertrainer Dietmar Kusnyarik (l.) in Frohnlach.
Foto: Ultsch

In der 79. Minute musste VfL-Torsteher Edemodu dann Kopf und Kragen riskieren, um dem einschussbereiten Dimper den Ball vom Fuß zu fischen. Derselbe Akteur war es ebenfalls, der zwei Minuten vor dem Ende eine ungenaue Klärungsaktion des eingewechselten Joel Werner knapp über den Kasten jagte. Die Rasselbande, die im zweiten Abschnitt nicht an die gute Vorstellung der ersten 45 Minuten anknüpfen konnte, rettete das Unentschieden so mit Glück und Geschick über die Zeit. Die zweitplatzierten Akteure des ASV Veitsbronn-Siegelsdorf verdienten sich dieses Remis bedingt durch die Hereinnahmen von Müller und vor allem Dimper durch eine wesentlich zielstrebigere Spielweise nach Wiederanpfiff, so dass das Endergebnis alles in allem als durchaus gerecht bezeichnet werden kann.

 

Bericht: fußballn.de