Bericht ASV Veitsbronn gegen SC Stein

FC Stein – ASV Veitsbronn 2:3 (0:0)

Nach 45 Minuten ohne große Höhepunkte besannen sich beide Mannschaften auch auf ihre Offensive. Petsinki brachte die Hausherren direkt nach der Pause in Front, doch die Brüder Kusnyarik wendeten das Blatt. Erst verwandelte Mittelfeldmann Dietmar Kusnyarik einen Freistoß direkt (57.), ehe Bruder Reinhardt seinen Torinstinkt nachwies, indem er nach einem abgewehrten Freistoß nachsetzte (75.). Stein vergab in dieser Phase zu viele Torchancen und konnte auch einen Strafstoß, getreten durch Torhüter Bernhard Lehnert, nicht nutzen (79.). Die Entscheidung besorgte dann ASV-Offensivmann Marco Dimper, der nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war. Nach dem Anschlusstreffer durch Marco Klein zitterten die Gäste zwar in der Nachspielzeit noch einmal, richtig gefährlich wurde es allerdings nicht mehr.

Der ASV Veitsbronn konnte bei seinem Gastspiel in Stein seinen zweiten Saisonsieg feiern, bezwang den FC Stein mit 3:2. In einer zerfahrenen und nicht gerade hochklassigen ersten Hälfte waren es die Hausherren, die die erste Chance hatten, doch Maximilian Landgraf schoss aus spitzem Winkel am Tor vorbei (8.). Auf der Gegenseite wurden die Gäste aus Veitsbronn nach rund einer Viertelstunde gefährlich, doch Dietmar Kusnyarik zielte bei einem Freistoß aus 22 Metern zu hoch. Weitere sieben Zeigerumdrehungen später prüfte Yannik Stutz aus der Ferne Stein-Keeper Bernhard Lehnert, der den Ball sicher parierte. Stein wachte nach 35 Minuten wieder auf. Nach einer schönen Kombination bediente Georgi Petsinski Steins Außenbahnspieler Harald Gröber, der im Anschluss nach innen zog und abschloss – sein Linksschuss flog allerdings über das Gästetor hinweg.

Harald Gröber am Ball

Harald Gröber (in blau) und der FC Stein taten sich in der ersten Halbzeit schwer, Chancen zu kreieren. Im zweiten Durchgang vergaben die Hausherren dann auch klarste Gelegenheiten und dürfen sich deshalb über die Niederlage nicht beklagen.
Foto: fussballn.de

Die letzte Aktion der ersten Halbzeit beanspruchte dann wieder Veitsbronn für sich: Reinhardt Kusnyarik setzte sich energisch in Szene, doch auch sein Schlenzer aus gut 18 Metern war etwas zu hoch angesetzt (39.).

Der zweite Durchgang begann dann äußerst schwungvoll. Zunächst brach Landgraf auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und spielte scharf nach innen. Freund und Feind verpassten jedoch das Spielgerät, sodass die gute Chance dahin war (46.). Keine 60 Sekunden später konnten die Hausherren dann doch jubeln: Georgi Petsinski hatte am rechten Strafraumeck alle Zeit der Welt und nutzte den Freiraum für einen satten Rechtsschuss, der in die linke Torecke einschlug. Fortan hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. Aus einer kompakten Defensive heraus kam der FCS immer wieder zu Kontersituationen, die aber nur selten genutzt wurden. In der 56. Minute zeigten die Hausherren die nötige Zielstrebigkeit: nach einer schnörkellosen Kombination tauchte Landgraf über links gefährlich vor dem Veitsbronner Tor auf, doch scheiterte der Flügelspieler am herausstürzenden Gäste-Keeper Markus Stark, der sich waaghalsig entgegen warf. Fast im Gegenzug machte der ASV dann der Heimelf deutlich, was gute Chancenauswertung bedeutet. Dietmar Kusnyarik schoss einen Freistoß aus rund 17 Metern zentraler Position trocken in die Torwartecke und besorgte so den 1:1-Ausgleich.

Stein ließ sich vom Gegentreffer nur kurzzeitig beeindrucken und suchte fortan wieder den Weg nach vorne, Petsinskis Distanzschuss war jedoch leichte Beute für den aufmerksamen ASV-Schlussmann Stark. Nach 72 Minuten ging dann ein lautes Raunen durchs Publikum. Der eingewechselte FC-Angreifer Erman Elibol setzte sich im Veitsbronner Strafraum gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und bediente mustergültig den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Marco Klein, der jedoch die hervorragende Chance nicht nutzen konnte, sondern aus kürzester Distanz über die Querlatte schoss. Erneut machten es die Gäste besser, als Reinhardt Kusnyarik bei einem wuchtigen Stutz-Freistoß nachsetzte, den der FC-Torhüter zuvor nicht festhalten konnte - 2:1.

Reinhardt Kusnyarik am Ball

Reinhardt Kusnyarik (am Ball) war einmal mehr offensiv einer der auffälligsten Akteuere des ASV Veitsbronn. Zusammen mit seinem Bruder Dietmar wendete er die Partie und brachte die Gäste so auf die Siegerstraße.
Foto: fussballn.de

Ein weiteres Beispiel der Steiner Chancenmisere ereignete sich nach 79 Minuten, als Unruheherd Elibol im Strafraum zu Fall gebracht wurde, Torhüter Lehnert, als Elfmeterschütze auserkoren, allerdings den fälligen Strafstoß über die Latte setzte – es war der dritte verschossene Elfmeter in Folge! Vier Minuten vor dem Ende sorgte dann Veitsbronns Angreifer Dimper nach einem Eckball per Kopf für die endgültige Entscheidung. Zwar kam die Heimelf durch einen sehenswerten Freistoßtreffer durch Marco Klein noch einmal auf 2:3 heran, mehr wollte aber in der restlichen Spielzeit nicht mehr herausspringen.    

Stein: Lehnert, Hanf, Knott, Himmer (46. Kilian), Engl, Gröber (67. Elibol), Knörr, Landgraf, Kreim, Petsinksi, Sitzmann (50. Klein)

Veitsbronn: Stark, Meyer, Landauer, Stutz (83. Trommer), Nabein (56. Dennerlein), D. Kusnyarik, Belz, Baumann, Hütter, R. Kusnyarik (81. Illauer), Dimper

Tore: 1:0 Petsinski (47.), 1:1 D. Kusnyarik (57.), 1:2 R. Kusnyarik (75.), 1:3 Dimper (86.), 2:3 Klein (88.)

SR: Vecera (Tuspo Roßtal)  / Zuschauer: 130

Besonderes Vorkommnis: Lehnert (FC Stein) schoss Foulelfmeter über das Tor (79.).

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