Berichte

Gute Veitsbronner noch nicht belohnt

Absolut unter Wert musste sich der ASV Veitsbronn am Mittwochabend beim SV Friesen mit 1:4 geschlagen geben. Obwohl die Kusnyarik-Truppe über weite Strecken den Ton angab, stand man am Ende auch im zweiten Spiel ohne Zähler da.

 

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Mit dem Fan-Bus nach Friesen

 

 

                                                                    Wir sind ein T E A M

 

 

                                                              Das 1:1 von Marco Dimper

 

Zufrieden durfte Veitsbronns Spielertrainer Dietmar Kusnyarik mit dem Auftritt seines ASV beim SV Friesen auch sein, allerdings konnte sich der Aufsteiger für das gute Spiel nicht belohnen und musste eine 1:4-Niederlage einstecken. In den ersten zehn Minuten diktierte Friesen das Geschehen und kam durch ein unglückliches Eigentor von Bitzenbauer zur Führung. Danach legte Veitsbronn seine Zurückhaltung aber ab und ergriff die Initiative. Ein weiter Ball von Dietmar Kusnyarik auf Marco Dimper, der Friesens Keeper Mayer gekonnt überlupfte, brachte den sehenswerten 1:1-Ausgleich (17.). Eine eigentlich harmlose Flanke unterlief in der 20. Minute ASV-Schlussmann Goßler und Marcel Lindner bedankte sich für die Schlafmützigkeit in der Gäste-Abwehr mit seinem Kopfball zum 2:1. Noch vor der Pause hatten Kusnyarik sowie Stutz (er zielte nach einer Ecke nur um Zentimeter vorbei, 35.) sowie Moritz Hütter (44.) gute Chancen zum Ausgleich.

Im zweiten Durchgang blieb Veitsbronn am Drücker. Schillmeier verzog nur knapp (57.). Danach ergaben sich für die Gäste nur noch einige Halbchancen. Als man dann die Viererkette auflöste, wurde Veitsbronn noch zweimal klassisch ausgekontert, so dass Münch (82.) und Hahn (89.) den Sieg der Oberfranken sichern konnten. Vor dem Heimspiel gegen Neudrosssenfeld am Sonntag ist Coach Kusnyarik dennoch nicht bange: "Wir haben gesehen, dass wir in dieser Liga spielerisch auf jeden Fall mithalten können. Allerdings bezahlen wir derzeit noch Lehrgeld, müssen unsere Fehler abstellen und die vorhandenen Chancen besser nutzen. Wenn wir an diese Leistungssteigerung gegenüber dem Vach-Spiel anknüpfen, habe ich keine Angst vor dem Abstiegskampf."

 

 

 

 

 

Berich: fußballn.de Bilder: Linde Wieser

 

Vach vermiest Veitsbronner Landesliga-Debüt

ASV Veitsbronn - ASV Vach 1:2 (1:2)

Das erste Landesliga-Spiel des ASV Veitsbronn geht für den Aufsteiger verloren: Im Nachbarschaftsduell mit dem ASV Vach zogen die Veitsbronner mit 1:2 den Kürzeren. Torjäger Benjamin Pommer und Maximilian Schmidt brachten die Vacher mit 2:0 in Führung, ehe Schillmeier kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal verkürzen konnte und die Hoffnungen auf den ersten Punktgewinn aufrecht erhielt. Im zweiten Durchgang gelang es Vach über weite Strecken aber gut, die Hausherren vom eigenen Tor fernzuhalten und die knappe Führung zu verteidigen - auch wenn Dimper in der Schlussphase mit einem Pfostentreffer noch gehörig Pech hatte.

 

 

Mit einer ernüchternden 1:2-Niederlage gegen den Lokalrivalen aus Vach startet der ASV Veitsbronn in das Abenteuer Landesliga. Ein Ergebnis, das über weite Strecken des Spiels auch in Ordnung geht, präsentierten sich die Vacher in den Zweikämpfen präsenter und verstanden es vor allem in der Anfangsphase, den Veitsbronner Spielaufbau konsequent zu unterbinden. So verzeichnete Adlung nach verhaltenem Auftakt auch die erste Torchance, nach einem Flankenwechsel von Eich striff sein im Fallen abgegebener Schuss jedoch nur die Torlatte (13.).

Zehn Minuten später musste Veitsbronns Schlussmann Fabio Gossler aber das erste Mal in der Landesliga den Ball aus dem Netz holen. Ein Eckball sorgte im Veitsbronner Strafraum für größere Verwirrung, im dritten Anlauf landete der Ball dann vor den Füßen von Benjamin Pommer - und der tat, was er eben tut, wenn ein Ball fünf Meter vor dem Tor vor seinen Füßen landet. Eine Führung, die zu diesem Zeitpunkt verdient war: Vach hatte mehr vom Spiel, schob meist über links, wo Lukas Brütting offensiv ein gutes Spiel machte, in Richtung des Veitsbronner Tores. Die Hausherren ihrerseits vermochten zu selten, das Mittelfeld zu überbrücken und den Geschwindigkeitsvorteil von Stutz, Dimper oder der einzigen Spitze Illauer zu nutzen, so dass die Offensivbemühungen in der ersten halben Stunde meist Stückwerk blieben.

Wenn es dann schnell ging, zeigte sich Vach durchaus verwundbar: so zum Beispiel in der 29. Minute, als Kusnyarik Illauer auf dem linken Flügel auf die Reise schickte, der den mitgelaufenen Marco Dimper bediente - Pech für den Veitsbronner Kapitän, dass Döllfelder seinen gen Torlinie trudelnden Ball noch rechtzeitig entschärfen konnte. Stattdessen musste Veitsbronn einen weiteren Gegentreffer hinnehmen: Wieder ging es über links, Eich flankte mustergültig auf Pommer, der per Kopf für den aufgerückten Maximilian Schmidt querlegte. Am kurzen Pfosten überwand der Gossler relativ unbedrängt.

Veitsbronn intensivierte seine Angriffsbemühungen nun und wurde belohnt: Erst hatte Stutz mit einem akrobatischen Schuss noch Pech (39.), zwei Minuten später war dann Thomas Schillmeier der Anschlusstreffer vergönnt: Illauer hatte eine Stutz-Flanke umsichtig mit dem Kopf zurückgelegt, aus zehn Metern ließ Schillmeier Döllfelder im Vacher Tor keine Abwehrchance. Der 2:1-Pausenstand war verdient: Vach war in der ersten halben Stunde überlegen und bewies - in Person von Benjamin Pommer - die nötige Kaltschnäuzigkeit, während die Gastgeber ihre Zeit brauchten, ins Spiel zu finden, durch den späten Anschlusstreffer aber noch alle Karten in der Hand hatten.

 

 

Im zweiten Durchgang schienen sich die Vacher erst einmal auf die Sicherung des Ergebnisses zu besinnen und setzten durch Konter Nadelstiche - etwa vier Minuten nach Wiederanpfiff: Pommer, der immer wieder auf den rechten Flügel auswich und allgemein ein beachtliches Laufpensum absolvierte, hatte sich einmal mehr über rechts durchgesetzt und am herauseilenden Gossler vorbei gespielt, Ceri brachte den Ball unter Bedrängnis aber nicht im Veitsbronner Tor unter. Fast im Gegenzug hätte Döllfelder mit einem kuriosen Fehler den Veitsbronnern beinahe den Ausgleich beschert, Dimper schien aber selbst überrascht, dass der Vacher Keeper ihm die Flanke auf den Kopf fallen ließ.

 

 

 

Das Spiel verflachte in Sachen hochkarätiger Torchancen nun zusehends, was Veitsbronns neuen Spielertrainer Dietmar Kusnyarik zu ersten Änderungen am taktischen Gerüst brachte: Nach Illauers Auswechslung spielte Veitsbronn zeitweise ohne nominellen Stürmer, ein durchschlagender Überraschungsmoment wollte sich durch die variablen Offensivkräfte aber nicht einstellen. Gute Chancen kamen vor allem nach Dallhammers Hereinnahme für die Schlussviertelstunde, in der die Hausherren auf den Ausgleich drängten. Pommer sorgte mit ein, zwei Gegenstößen über rechts noch für Entlastung bei den Vachern, sonst stand vor allem das Tor von Manuel Döllfelder unter Druck, das diesem aber stand hielt. Nennenswert war vor allem Dimpers Kopfball an den Pfosten (85.) sowie Ulrichs Nachschuss über das nahezu verwaiste Vacher Tor - die beste Gelegenheit, spät noch einen ersten Punkt einzufahren. Für Veitsbronn bietet sich am Mittwoch in Friesen (2:2 in Trogen) eine neuerliche Chance, während Vach das zum Auftakt heftig gebeutelte Dergahspor (1:4 gegen Quelle) empfängt.

Veitsbronn: Gossler - Meyer, Gräß, Landauer, Hütter - D. Kusnyarik, Baumann, Schillmeier (75. Dallhammer), Dimper, Stutz (69. Bolz) - Illauer (64. Ulrich)

Vach: Döllfelder - Gambel, Sejans, Schnierstein, Brütting - Reichenauer, Schmidt, Adlung, Eich (90. Sundelin) - Pommer, Ceri (78. Roumeliotis)

Tore: 0:1 Pommer (24.), 0:2 Schmidt (36.), 1:2 Schillmeier (42.)

SR: Jochen Burkhard (Werneck) / Zuschauer: 250.

Bericht: fußballn.de Bilder: Linde Wieser

ASV Veitsbronn gegen TSV Neudrossenfeld

Orkanböe netzt ein

Neudrossenfeld kämpft beim 1:1 gegen Naturgewalten

Mitunter sind Fußballer gezwungen, sich einem Gegner mit zwölf Mann zu stellen. Dieser berühmte zwölfte Mann kann das Publikum sein oder der Schiedsrichter, der eine Mannschaft offensichtlich benachteiligt. Dass Naturgewalten den zwölften Mann spielen, hat man eher selten. Landesligist Neudrossenfeld erlebte es beim 1:1 (0:1) beim Aufsteiger ASV Veitsbronn-Siegelsdorf, dass sich eine Orkanböe mit dem Gegner verbündet und den Ball über die Linie drückt.

Neudrossenfeld begann druckvoll, doch Torchancen blieben Mangelware. Mitte der ersten Hälfte kamen die Hausherren besser ins Spiel. So fiel der TSV-Führungstreffer aus heiterem Himmel. Taubenreuther schlug einen langen Ball nach vorne, Diwersi schnappte sich die Kugel und netzte mit einem Lupfer zum 1:0 ein. Nach der Pause ging ein heftiges Gewitter über dem Veitsbronner Sportplatz nieder. Die Spieler mussten gegen orkanartige Böen ankämpfen – vor allem die Gäste hatten mit dem starken Gegenwind zu kämpfen: Bei jedem Schuss blieb der Ball in der Luft stehen oder kam wieder zurück. Nun zum zwölften Mann der Einheimischen: Es gab Eckstoß. Hütter schlug das Spielgerät aufs kurze Eck, und der Ball wurde vom Wind ins Netz gedrückt, ohne dass noch ein Spieler beteiligt war. TSV-Torhüter Küfner war gegen die Naturgewalten machtlos. Mit dem Punktgewinn erfüllte Neudrossenfeld die eigene Zielvorgabe, zum Start aus drei Spielen sieben Punkte zu holen. Gästetrainer Peter Schmidt sprach von einem gerechten Ergebnis. Neben dem Orkan verdienten sich noch Hütter und Spielertrainer Kusnyarik Bestnoten beim ASV.
ASV Veitsbronn-Siegsdorf: Gossler – Bitzenbauer (71. Meyer), Kallert, Stutz, Landauer, Kusnyarik, Schillmeier (65. Ulrich), Baumann, Ortloff, Dimper (65. Illauer), Hütter.
TSV Neudrossenfeld: Küfner – Hilla, Zapf, Taubenreuther, Lattermann (5. Moore), Widmaier (71. Brand), Rau (80. Stöcker), Diwersi, Partyka, Lämmert, Pajonk.
SR: Fenkl (SV Hafenpreppach),
Zuschauer: 100;
Tore: 0:1 Diwersi (36.); 1:1 Hütter (70.).
 


 

ASV Veitsbronn gegen Baiersdorfer SV

Veitsbronn marschiert Richtung Landesliga

3:2-Sieg über Baiersdorf / Schwaig verliert erneut / Spieli nur Remis / Hüttenbach feiert 6:3-Sieg

Den Spieltag hätte man sich beim ASV Veitsbronn sicher kaum schöner vorstellen können: Im Topspiel sicherte man sich selbst mit 3:2 knapp die drei Punkte gegen den Baiersdorfer SV, während sich der TV 48 Erlangen und die SpVgg Erlangen mit 1:1 die Punkte teilten. Der SV Schwaig verlor zudem beim ATSV Erlangen das dritte Spiel in Folge mit 1:2. Im Abstiegskampf endete ein schwaches Derby zwischen Cagrispor und dem ASV Fürth mit 0:0, doch die SpVgg Hüttenbach (6:3 in Stein) und der TSV Cadolzburg (1:0 gegen Post SV) konnten wichtige Siege einfahren. Dünner wird die Luft für den FC Hersbruck, der mit 2:4 der SG 83 unterlegen war. Einen 13:0-Kantersieg feierten die Süder gegen das dezimierte Schlusslicht BSC Erlangen.

Der Spitzenreiter ASV Veitsbronn empfing am Sonntag zum Spitzenspiel den Baiersdorfer SV, der sich ebenfalls noch vage Hoffnungen auf den Aufstieg machte. Man konnte also ein attraktives und spannendes Spiel erwarten und nach Abpfiff war klar, dass diese Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Bei bestem Fußballwetter wurde das Spiel vor gut 300 Zuschauern angepfiffen. In den ersten 20 Minuten versuchten die beiden Topteams ins Spiel zu finden und sich gegenseitig abzutasten. Doch dann gelang den Gastgebern aus Veitsbronn die 1:0-Führung. Nach einem Freistoß von Kapitän Dietmar Kusnyarik konnte der Baiersdorfer Keeper den Ball nicht festhalten, sodass Marco Dimper den abgewehrten Ball vollkommen freistehend ins Tor köpfen konnte. Danach passierte lange Zeit nichts und es blieben auch wirkliche Chancen oder Torraumszenen aus. So war es umso überraschender, dass in der 44. Minute den Gästen der Ausgleich gelang. Wie aus dem Nichts feuerte Ortloff einen strammen Schuss aus der zweiten Reihe ab, der unhaltbar für Goßler zum 1:1 im Veitsbronner Netz zappelte. Doch damit nicht genug, denn den Gästen gelang nun ein wahrer Doppelschlag. Nur eine Minute später stieg Janousek nach einem Baiersdorfer Freistoß am höchsten und verwandelte den Ball per Kopf zur 2:1-Führung für sein Team. Doch die Hütter-Elf sollte durch diesen Nackenschlag nicht aus dem Konzept gebracht werden.

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Ein echtes Topspiel lieferten sich der ASV Veitsbronn (in grün) und der Baiersdorfer SV. Nach der Führung durch Marco Dimper drehte zunächst der BSV das Spiel, ehe der ASV am Ende doch mit 3:2 gewann.
Foto: L. Wieser

Nach dem Seitenwechsel hatten die sich auf einem Niveau befindenden Mannschaften beide gute Torraumszenen zu verbuchen. Doch waren es nun die Veitsbronner, denen in der 65. Minute der Ausgleich gelang. Nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Meyer versuchte Baiersdorfs Karches den Ball zu klären, grätschte ihn aber unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor. Nun erhöhte Veitsbronn den Druck. Nach einem schönen Spielzug hatte Reinhardt Kusnyarik die große Chance, seinen ASV in Führung zu schießen, doch ein Baiersdorfer Verteidiger konnte im letzten Moment entscheidend stören. Auf der anderen Seite hatten die Gäste durch Ralf Ortloff, der in der 76. Minute nach einem Freistoß frei zum Schuss kam, ebenfalls eine gute Torchance, doch er verzog. Dann in der 80. Minute fiel die Führung für die Platzherren. Sven Illauer berührte den Freistoß von Dietmar Kusnyarik zwar nur leicht mit dem Fuß, gab ihm dadurch jedoch die entscheidende Richtung, sodass der Ball zum 3:2 für seine Mannschaft im Tor landete. Diese Führung konnten die Veitsbronner dann auch über die Bühne bringen und gingen nach einer attraktiven und spannenden Partie letztendlich verdient als Sieger vom Platz. Nun sollte man in Veitsbronn nicht mehr länger nur vom Aufstieg träumen, sondern sich gedanklich ernsthaft damit befassen, denn die Chancen, dass die Mannschaft die Saison als Tabellenführer abschließt, steigen von Spieltag zu Spieltag.

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Nach einem Spieltag, den man sich in Veitsbronn kaum besser hätte vorstellen können, muss sich der ASV langsam ernsthaft mit dem Thema Landesliga auseinandersetzen.