Zufriedenheit beim "Abstiegskandidaten Nummer eins"

Zufriedenheit beim "Abstiegskandidaten Nummer eins"

 

Dominic Rühl fühlt sich in Veitsbronn pudelwohl und sieht sein Team auf einem guten Weg. Foto: Alex Schlirf
 
 

Veitsbronns Coach Rühl lobt die Truppe vom Hamesbuck / Fragezeichen hinter Pegnitz-Spiel

Noch einmal soll der ASV Veitsbronn um Punkte antreten, wenn das vorletzte Woche ausgefallene Heimspiel gegen den ASV Pegnitz für diesen Samstag (14 Uhr) neu angesetzt wurde. Nach seinem ersten Halbjahr am Veitsbronner Hamesbuck sieht Coach Dominic Rühl seine Truppe trotz zwischenzeitlich arger personeller Probleme auf einem guten Weg und verordnet in der Winterpause vorerst Fußballverbot.

"Nach aktueller Wetterlage halte ich es momentan für utopisch, dass wir am Samstag spielen können, denn die Plätze sind sehr tief", glaubt Rühl zwar nicht an eine Austragung des Nachholspiels am Samstag, auf das sich die Veitsbronner aber dennoch entsprechend vorbereiten werden. Erst danach rät der Veitsbronner Coach seinen Jungs dringend vom Fußball für mehrere Wochen abzuschalten: "Das ist die einzige Zeit im Jahr, in der eine längere Pause möglich ist, die sollte man entsprechend nutzen." Am Ball sind die Veitsbronner (und wohl auch Rühl selbst) planmäßig erst wieder am 10. Januar, wenn die Titelverteidigung beim KIA-fussballn.de-Hallencup in Schwabach ansteht.

Böning kommt, Schramm geht

Bis dahin könnte es noch die ein oder andere Veränderung im Kader geben. Fix ist mit Daniel Böning (zuletzt FSV Bruck) ein Neuzugang, der einen recht guten Eindruck im Training hinterlassen hat - "sowohl fußballerisch als auch als Typ". Klar ist auch der Abgang von Michael Schramm, der nach einem halben Jahr wieder zur SpVgg Heroldsbach zurückkehrt. In trockenen Tüchern sind im Prinzip noch ein, zwei weitere Verpflichtungen, die zu gegebener Zeit auch offiziell gemacht werden.

Sollte das Pegnitz-Spiel am Wochenende nicht mehr stattfinden, würde man dennoch mit zwei Zählern über dem Strich überwintern. Nicht allein der Tabellenstand, vielmehr die Entwicklung ist eher positiv zu sehen, wie Rühl einordnet: "Wenn man bedenkt, dass mit Dietmar Kusnyarik die prägende Gestalt der letzten Jahre fehlt, wir ein komplett neues System eingespielt haben, dann darf man als der Abstiegskandidat Nummer eins, für den uns viele vor der Saison gehalten haben, nicht unzufrieden mit dem aktuellen Stand sein. Vor allem dann nicht, wenn wir unser Personalpech bedenkt; da kam einer zurück und zwei andere haben sich wieder verabschiedet."

Als bestes Beispiel der oftmals zu dünnen Kaderdecke nennt Rühl das damalige Topspiel gegen den ASV Vach, das man Mitte September knapp mit 2:3 verlor. "Ich musste mich selbst auf die Bank setzen, wir mussten unseren Torwart im Feld spielen, so etwas lässt sich natürlich nicht kompensieren." Hinzu kamen in dieser Saisonphase auch noch die ein oder andere unglückliche Schiedsrichterentscheidung, die auch ihren Beitrag zu einer ohnehin schwierigen Saisonphase mit vier Niederlagen am Stück beigetragen hat.

Drei Ausrutscher und eine Leistungsexplosion

Doch im Herbst kehrten nicht nur wichtige Stützen ins Veitsbronner Spiel zurück, auch die Ergebnisse konnten sich wieder sehen lassen. Nur eine der letzten sechs Partien ging verloren - die mit einem 0:5 in Neumarkt allerdings deutlich. Die Pleite in Neumarkt, ein 0:6 in Buch sowie ein 1:5 gegen Selbitz waren die bisherigen gravierenden Ausrutscher in der laufenden Saison und erklären auch, dass man mit 40 Gegentoren eher im unteren Tabellenbereich anzusiedeln wäre.

 

Yannik Stutz

Eigentlich müsste mittlerweile eine 14 auf dem Trikot von Yannik Stutz stehen. So oft traf der Veitsbronner bereits in dieser Saison.
Foto: fussballn.de

 

Mit 33 erzielten Treffern kann man dem vor der Saison prognostizierten Sturmproblem entgegnen. Hierfür waren freilich die stolzen 14 Treffer von Yannik Stutz, dem sein Trainer eine "Leistungsexplosion" bescheinigt, ausschlaggebend.

Zusammengefasst fühlt sich Dominic Rühl nach seinem Wechsel im Sommer von Winkelhaid nach Veitsbronn "pudelwohl". Es habe keine lange Eingewöhnungszeit gebraucht: "Die Einstellung der Jungs ist klasse, die ziehen mit und dann kann man als Trainer auch arbeiten." Die Zielsetzung für die restliche Saison ist indes recht klar: "Wir wollen den Klassenerhalt möglichst früh schaffen, und letztlich auch mit der zweiten Mannschaft die Kreisklasse halten. Dafür bedarf es ordentlicher Arbeit, ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen."