ASV Veitsbronn gegen FSV Stadeln

Kusnyarik führt Veitsbronn zum Derby-Sieg

Dietmar Kusnyarik führte seinen ASV Veitsbronn mit einem Doppelpack zum 2:1-Derbysieg in Stadeln. Foto: fussballn.de

FSV Stadeln - ASV Veitsbronn 1:2 (1:1)

Nach zuletzt drei Niederlagen gelang dem ASV Veitsbronn ausgerechnet im Derby beim FSV Stadeln der erhoffte Befreiungsschlag. Angeführt von einem bärenstarken Spielertrainer Dietmar Kusnyarik, der trotz gebrochener Speiche mit Gipsarm auflief, drehte der Aufsteiger eine Partie, die vor stattlicher Kulisse alles andere als aussichtsreich für den Underdog begann. Stadelns Torjäger Gerhard Strobel bestrafte einen kapitalen Fehler der Gäste zum 1:0 (19.). Erst nach einer halben Stunde kam Veitsbronn besser ins Spiel, glich durch Kusnyarik aus (32.) und verpasste danach mehrfach den Führungstreffer. Ein sehenswerter Schlenzer von Kusnyarik brachte dem ASV den verdienten Sieg, trotz fahrlässiger Chancenverwertung.

 

Die Generalprobe für das "große Derby" gegen den ASV Vach ist dem FSV Stadeln reichlich missglückt. Zwar fand der Tabellenzweite im ersten Aufeinandertreffen mit dem ASV Veitsbronn seit über sieben Jahren zunächst besser in die Partie als der zuletzt schwächlende Aufsteiger, doch am Ende gab es nicht viele auf der gut besuchten Stadelner Tribüne, die den Sieg der Gäste nicht als verdient einstuften. FSV-Goalgetter Gerhard Strobel deutete seine Torgefahr gleich zu Beginn an (3.,9.) und profitierte in der 19. Minute von gravierenden Fehlern in der Gäste-Hintermannschaft. Torwart Markus Stark traf den Ball nicht wie gewünscht und bediente Strobel, der das Spielgerät zwar im ersten Moment nicht kontrollieren konnte, aber die Schlafmützigkeit der ASV-Innenverteidigung dann doch für sich zu nutzen wusste, um zum 1:0 einzuschieben.

Stadeln - Veitsbronn

Zunächst erwischten die Stadelner (in rot) den besseren Start und sorgten für Betrieb vor dem Tor von Markus Stark (rechts).
Foto: fussballn.de

"Unerklärlich, wie wir danach das Spiel aus den Händen gegeben haben", staunte auch Stadelns Coach Alexander Rambau nach der Partie nicht schlecht. Statt weiter in das Spiel, den Sieg und die Tabellenführung zu investieren, registrierten die Hausherren einen immer mutiger werdenden ASV Veitsbronn. Einen Schuss von Thomas Schillmeier parierte der Ex-Veitsbronner Max Erk im Tor zur Ecke (21.) und behielt auch im Duell mit dem nach Ortloff-Zuspiel frei vor ihm stehenden Sven Illauer die Oberhand (29.). Drei Minuten später war Erk machtlos, als Dietmar Kusnyarik, der mit einem dick gepolstertem Gipsverband auflief, das Toreschießen zur Chefsache erklärte und eine Hereingabe sicher im rechten unteren Toreck unterbrachte.

Stadeln - Veitsbronn

Nach der Führung gaben die Hausherren das Spiel mehr und mehr aus den Händen und Veitsbronn erspielte sich gute Torchancen.
Foto: fussballn.de

Bis zur Pause musste man gar von einem schmeichelhaften 1:1 aus Stadelner Sicht sprechen, denn die Veitsbronner hatten nach Zusammenspiel von Dietmar Kusnyarik und Illauer eine weitere hochkarätige Chance gegen Erk liegen lassen (42.) und nach einem tollen Spielzug scheiterte Schillmeier gar am für seinen schon geschlagenen Torwart klärenden Markus Theil (44.).

Stadeln - Veitsbronn

Hier scheiterte Sven Illauer (links) an FSV-Keeper Maximilian Erk.
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Zumindest nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die FSVler wieder ein wenig aktiver.  Bei einem Kopfball von Sebastian Spahn machte Veitsbronns Schlussmann mit einem Reflex seinem Nachnamen alle Ehre (55.). Nach Vorlage von Strobel vergab Dennis Laschet (67.) und Sascha Trauts Solo fand auch keinen Erfolg (69.). In der 75. Minute avancierte ausgerechnet der gehandicapte Dietmar Kusnyarik endgültig zum Mann des Tages. Nach einem Freistoß von Illauer landete der eigentlich schon abgewehrte Ball beim Veitsbronner Spielertrainer, der mit einem herrlichen Schlenzer Stadelns Keeper Erk ausschaute, und für Jubelstürme im Gäste-Lager sorgte.

Stadeln - Veitsbronn

Diesen Freistoß setzte Sven Illauer zunächst in die Stadelner Abwehrmauer, den abgewehrten Ball verwandelte Dietmar Kusnyarik (links) zum Siegtreffer.
Foto: fussballn.de

Eher für Verzweiflung im Veitsbronner Fanblock sorgte dann eine grob fahrlässige Chancenverwertung des ASV bei Kontermöglichkeiten. So marschierte Tobias Meyer über das halbe Feld und meinte es vor Erk gut mit einem Querpass auf Illauer, der jedoch nur den Pfosten traf (79.). Rächen hätte sich diese ausgelassene Großchance noch können, wenn der Unparteiische Stadelns Strobel einen durchaus möglichen Strafstoß zugesprochen hätte (85.). Obwohl die Veitsbronner in der Nachspielzeit erneut eine Konterchance über die beiden eingewechselten Stutz und Ulrich fast schon kläglich liegen ließen, blieben die drei Zähler im Gepäck zum Hamesbuck.

Stadeln: Erk, Theil, Wölfel, Weber (76. Carelli), Röder, Laschet, Spahn, Strobel, Meier, Klose (62. Mazanec), Traut

Veitsbronn: Stark, Meyer, Ulber, Kallert, Ortloff, D. Kusnyarik, Schillmeier (84. Eichinger), Baumann, Illauer (80. Stutz), Dimper (71. Ulrich), Bitzenbauer

Tore: 1:0 Strobel (19.), 1:1 D. Kusnyarik (32.), 1:2 D. Kusnyarik (75.)

SR: Michael Krug (Estenfeld) / Zuschauer: 480

Besonderes Vorkommnis: Stadelns Trainer Alexander Rambau wurde wegen Reklamierens von der Bank verwiesen (86.)

Quelle: fussballn.de